Ausflug in die Cocktail Welt – der beliebte HUGO

Von : | 0 Kommentare | On : Februar 20, 2013 | Kategorie : Blog

Hugo - CocktailEr ist frisch und spritzig und das In-Getränk im Sommer. Hugo ist ein erfrischender Cocktail, der an die Weißweinschorle erinnert, mancherorts auch „Gespritzter“ genannt. In Österreich ist es nicht neu, den G’spritzten mit Holunderblütensirup serviert zu bekommen. Auch „Holundersekt“ ist schon sehr lange bekannt. Hugo wird aus Prosecco, ein wenig Holunderblüten- und Zitronenmelisse-Sirup hergestellt. Ein Hauch frischer Minze und Limette und ein Schuss Soda- bzw. Mineralwasser vollenden die Komposition. Einige der Zutaten sind uns bereits aus dem Cocktail Mojito bekannt, nämlich Limette, Soda und Minze. Ebenfalls voll im Trend ist Aperol Spritz. Auch mit diesem erfrischenden Mischgetränk hat der Hugo einige Ähnlichkeiten. Beide Getränke wurden in deutschen Landen im Sommer des Jahres 2010 populär.

Hugos Geschichte: 

Natürlich hat Hugo auch eine Vergangenheit. Einem Bericht der Zeitschrift „Mixology“ nach sind die Wurzeln des Cocktails im Jahre 2005 zu finden. In einer Cocktailbar Südtirols soll ein Barkeeper namens Gruber die zündende Idee für Hugo gehabt haben. Ihm lag wohl am Herzen, eine prickelnde Alternative zum Trend-Getränk Aperol Spritz zu finden. Die Namensgebung war wohl eher zufällig. Der Ur-Hugo wurde aus 15 cl kaltem Prosecco, etwas Sodawasser, 2 cl Sirup der Zitronenmelisse und einigen Blättchen Minze gemixt. Diese Zutaten wurden on the rocks in einem Weinglas serviert.
Da Zitronenmelisse-Sirup nicht so verbreitet ist, wird dieses inzwischen gern durch Holunderblütensirup ersetzt. Die Verfügbarkeit des Holunderblütensirups und –liköres lässt sich auf den großen Erfolg von St. Germain zurückführen, der im Jahre 2007 voll im Trend lag. Dies führte dazu, dass der Holunderlikör bei vielen Unternehmen wieder ins Sortiment genommen wurde. Andere Hugo-Varianten basieren auf Sekt oder Weißwein, gemixt mit Holunderblütensirup oder –likör.

Hugo, ein echter Konkurrent zum Aperol Spritz?

Anfangs wurde gemunkelt, dass der Hugo dem Aperol Spritz den Rang ablaufen würde. Durch Schwärmerei und Mundpropaganda wurde Hugo sowohl in Österreich, als auch in Deutschland immer bekannter. Seine Zutaten sind harmonisch und erfrischend und so war es keine Frage, dass Hugo sich einen festen Platz in den Cocktailbars ergattern würde. Der Prosecco sorgt für eine trockene Basis. Der Frische-Effekt tritt durch die Holunderblüten und Minze ein. Serviert auf Eis, kann Hugo seinen Charme voll zur Geltung bringen. Üblicherweise wird der kühle Drink in einem Wein- oder Sektglas serviert.
War der Cocktail Hugo aber in der Lage, Aperol Spritz von seiner Spitzenposition zu verdrängen? Aperol Spritz war bereits sehr bekannt, als Hugo an Bekanntheit gewann. Jeder wusste, Aperol Spritz ist ein Trendsetter und steht seit jeher für Lebensfreude, Spaß und gute Laune. Auch die Werbung unterstrich dieses Image des beliebten Sommer-Cocktails. Werbung für Hugo war hingegen nicht so präsent, wie die des Konkurrenten. Das mag der Grund sein, warum Aperol Spritz sich weiter Oben unter den beliebten Cocktails hält.

Zutaten:

Auch die Zutaten, die für einen Hugo benötigt werden, könnten ein Grund dafür sein, dass sich der Aperol Spritz mehr durchsetzt. Während für letzteren lediglich Aperol, Prosecco und ein Spritzer Mineralwasser benötigt wird, stellt die Zubereitung von Hugo schon größere Ansprüche. Wer sich dieser widmet, muss wissen, welcher Sirup benutzt wird, ob ein Likör empfehlenswerter ist oder welche Minze in den Cocktail kommt. Minze weist grundsätzlich große Geschmacksunterschiede auf, ist aber sowohl im Hugo, wie auch im Mojito besonders beliebt. Gehört zum Mixen eines Aperol Spritz nicht viel Können, so kann der Hugo schon allein dadurch ruiniert sein, dass die Minze zerrupft wird. Da es aufwendiger ist einen Hugo zuzubereiten, ist der Preis entsprechend höher. Alle Faktoren zusammengenommen sind wohl der Grund, warum Hugo Platz 1 der Cocktail-Top 10 wohl nicht erreichen wird, auch wenn er sich weiter großer Beliebtheit erfreuen darf, sobald die ersten Sonnenstrahlen locken.

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