Ausbildung zum Barmixer IHK

Von : | 1 Kommentar | On : Februar 13, 2013 | Kategorie : Blog

Barkeeper
Barkeeper ist eine beliebte Verdienstmöglichkeit für junge, noch in der Berufsausbildung befindende Leute. Aber auch als Nebenjob stellen sich viele gerne hinter die Bar und servieren Ihren Gästen Getränke. Das liegt einerseits natürlich an der Arbeitszeit und am Ort der Arbeit. Gerade Studenten haben zu später Stunde noch Zeit um ihr Monatsbudget aufzubessern, und wo, wenn nicht in Bars, sollte ein beliebter Arbeitsplatz für junge, ausgehfreudige Menschen sein. Andererseits ist der Beruf des Barkeepers nicht geschützt und es gibt keine offizielle Ausbildung. So ist es verhältnismäßig leicht, in dieser Branche auch unausgebildet Fuß zu fassen. Die meisten Arbeitgeber haben erstmal keine formalen Vorraussetzungen ausgeschrieben, wobei Berufserfahrung immer eine zentrale Rolle bei der Vergabe von Jobs spielt. Es gibt zwar Bestrebungen, Barkeeper nach dem Berufsbildungsgesetz als staatlich anerkannten Ausbildungsberuf zu etablieren, diese sind jedoch bis jetzt erfolglos geblieben. Oftmals sind es gelernte Restaurantfachleute, die nach ihrer Ausbildung unter anderem an der Bar arbeiten. Es gibt jedoch auch private Barschulen, die in verschiedenen Kursangeboten über unterschiedliche Dauer auf die Prüfung zum geprüften Barmixer der IHK vorbereiten.

Vorraussetzung ist dabei eine beendete Berufsausbildung im Hotel- oder Gaststättengewerbe sowie berufliche Praxiserfahrung von mindestens einem Jahr. In Ausnahmefällen werden auch Kandidaten zugelassen, die ausschließlich eine lange Berufserfahrung von mindestens 4 Jahren nachweisen können. In der Prüfung werden verschiedene Kompetenzen geprüft. Zum einen natürlich die nötige Kenntnis über Standarddrinks und Cocktails, wie etwa das “Tequila Sunrise Rezept”, sowie andere Misch- und Mixgetränke. Darüber hinaus soll nachgewiesen werden, ob Gäste sachgerecht beraten werden können, der Arbeitsplatz sachgemäß gestaltet wird und die Abläufe in einer Bar bekannt sind. Die Zubereitung eines Tequila Sunrise ist also längst nicht alles, was einen Barmixer ausmacht.
Das nötige Wissen für diese Prüfungen erhält man in Barschulen, von denen es mehrere in Deutschland gibt. Sie bieten meist eine sehr große Bandbreite an Themenfelder an, wobei fast jede ein auf die IHK Prüfung zugeschnittenen Seminargang hat. Dieser bringt den Teilnehmern alle geprüften Inhalte näher und ergänzt noch um verschiedene Kenntnisse der Fachtheorie wie zum Beispiel die des Rechnungswesens, der Entwicklung und Geschichte der Bar, Reklamationsverhalten oder Gesundheitsschutz. Auch aus der Fachpraxis werden Inhalte, wie zum Beispiel moderne Trends des Barkeeping, aktuelle Getränke, Arbeitsmethoden, Entwicklung von eigenen Kreationen, preisgekrönte Drinks aus verschiedenen internationalen Wettbewerben oder Speed-Training gelehrt. Darüber hinaus wird Fachenglisch und Fachfranzösisch, wie es für den Beruf des Barkeepers benötigt wird, unterrichtet. Geprüft wird dann schließlich mündlich, praktisch und schriftlich. Man kann sich also sicher sein, dass viel Aufwand und Wissen dahinter steckt, wenn man in einer Bar einen perfekten „Tequila Sunrise“ vor sich stehen hat. Die Liste von Zutaten für Cocktails ist lang. Alle möglichen Obstsorten vom Apfel über Papaya bis zur Zitrone müssen angewendet werden, ebenso Gewürze wie Zimt oder Tobasco. Dabei ist nicht nur die Verwendung entscheidend, sondern auch Lagerung oder Herkunft. Ein von der IHK geprüfter Barmixer kann mit all diesen alltäglichen Situationen umgehen. Diese Prüfung ist außerdem vom Berufsverband der Barkeeper, dem Deutsche Barkeeper-Union e.V. oder kurz DUB, anerkannt, der auch Barkurse mit Schulen aus ganz Deutschland vermittelt und einmal im Jahr eine Landesmeisterschaft veranstaltet.
Ebenso drängt dieser vehement darauf, den Beruf des Barkeeper amtlich anerkannt zu machen.

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Kommentar (1)

  1. veröffentlicht von Sandy auf 15. Februar 2013

    Sehr schöner und aufschlussreicher Artikel. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Barkeeper eine geprüfte und anerkannte Ausbildung erhalten sollte. Gute Barkeeper, die Ihr Handwerk verstehen, können wahre Künstler sein.

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